Kontaktloses Bezahlen wird immer beliebter

17/03/2019

Banken melden rasante Zunahmen bei der Nutzung der sogenannten NFC-Technik. Das Smartphone kommt bislang selten zum Einsatz

Die Deutschen zahlen am liebsten mit Bargeld. Noch. Denn im vergangenen Jahr ist das kontaktlose Bezahlen mit Geldkarte auf dem Vormarsch. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, lag die Zahl der Bankkunden, die kontaktlos zahlen, bei den Sparkassen von Anfang 2018 bis Ende Januar 2019 bei 24 Prozent. Bei den Genossenschaftsbanken betrug der Anteil im vergangenen Jahr 21 Prozent, so die Wirtschaftszeitung. Weniger beliebt sei jedoch immer noch das Bezahlen mit dem Smartphone.
Einer der Gründe für die steigende Beliebtheit des kontaktlosen Zahlens ist der Komfort der neuen NFC-Technologie. Bei Einkäufen bis zu 25 Euro, zum Beispiel im Supermarkt, muss man keine PIN-Nummer mehr eingeben. Ein weiterer Grund ist die Schnelligkeit: Innerhalb weniger Sekunden erkennt das Zahlterminal die Geldkarte, sobald man sie nah dran hält. Umständliches Einstecken entfällt.

NFC macht Zahlen einfacher und schneller

NFC steht für Near Field Communication und ist eine Funktechnik, mit der Chipkarte und Kassenterminal miteinander kommunizieren. Die Datenübermittlung funktioniert bei einer maximalen Distanz von vier Zentimetern. So sind falsche Zahlungen fast ausgeschlossen. Meist bestätigen ein Piepen und eine Meldung auf dem Bildschirm des Terminals eine erfolgreiche Zahlung. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Mit der NFC-Technik sind nicht nur Giro- und Kreditkarten, sondern auch Smartphones ausgestattet. Die Zahl-Apps von Google oder Apple beispielsweise funktionieren auch über die NFC-Technik.
Während zwischen Anfang 2018 und Ende Januar 2019 fast 264 Millionen Kontaktlos-Transaktionen mit Sparkassen-Girocards getätigt wurden, lag der Anteil von Handy-Zahlungen bei weniger als 0,4 Prozent, berichtet das „Handelsblatt“.
Derzeit müssen Nutzer vor allem bei Bezahl-Apps am Handy noch mit einer unübersichtlichen Segregation zurechtkommen. Zum Beispiel verweigert Apple den Sparkassen- und Volksbanken-Apps bislang den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle von iPhones. Schließlich will der US-Konzern, dass man den hauseigenen Bezahldienst Apple Pay nutzt. Auch Google hat eine eigene Anwendung auf dem Markt. Diese Unübersichtlichkeit ist wohl mit daran schuld, dass das Zahlen mit dem Smartphone sich bislang noch nicht durchgesetzt hat.

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