Wann lohnen sich Cashback-Kreditkarten?

06/12/2019

Immer häufiger werben Kreditkartenanbieter mit Bonusprogrammen um Kunden. Jeder Einkauf soll sich lohnen

Amazon tut es, die DKB tut es und seit Kurzem auch Apple: Sie versprechen ihren Kunden sogenannte Cashbacks bei der Benutzung ihrer Kreditkarten. Amazon schreibt Inhabern der Prime Visa zum Beispiel drei Prozent des bei Amazon getätigten Umsatzes wieder gut. Die DKB wirbt mit Vergünstigungen bei rund 300 Onlineshops für ihre kostenlose Cashback-Karte. Und der iPhone Hersteller Apple, der in diesem Jahr seine Apple Card in den USA gestartet hat, verspricht Ersparnisse beim Kauf im hauseigenen App-Store. Voraussetzung bei allen Unternehmen ist natürlich, dass man die Einkäufe mit der jeweiligen Kreditkarte bezahlt hat. So sollen Kunden dazu gebracht werden, noch häufiger mit den Kreditkarten zu zahlen.

Hier sind unsere kostenlosen Kreditkarten im direkten Vergleich

Für die Kunden kann sich das lohnen – aber nicht immer. So verlangen laut „Handelsblatt“ viele Anbieter Jahresgebühren für ihre Karten. Außerdem werben sie mit vermeintlich attraktiven Prozenten, verlangen jedoch zu hohe Preise, zum Beispiel bei Reisen. Lohnend sind oft Angebote, bei denen die Jahresgebühr komplett entfällt wie etwa bei der DKB oder der Amazon Prime Visa – hier allerdings ist eine kostenpflichtige Prime-Mitgliedschaft nötig, um die knapp 20 Euro Jahresgebühr ab dem zweiten Jahr zu vermeiden.

Karten speziell für Autofahrer oder Vielflieger

Wer sich zum Beispiel für die „Miles and More Blue Credit Card“ der DKB interessiert, sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Karte sich nur für Vielflieger rechnet. Je nach Ausführung kostet die Karte im Jahr 55 beziehungsweise 110 Euro (Gold). Um diesen Betrag durch Cashback wieder hereinzuholen, müsste man laut „Handelsblatt“ jährlich für 4000 bzw. 8000 Euro fliegen, da Kunden pro Flugmeile etwa 1,4 Cent rückerstattet bekommen.
Andere Cashback-Aktionen sind speziell für Autofahrer konzipiert, zum Beispiel die 1plus Visa Card der Santander-Bank. Diese kostenlose Kreditkarte verspricht Kunden beim Bezahlen einer Tankrechnung eine Gutschrift von einem Prozent. Diese Offerte ist jedoch auf eine Tanksumme von monatlich 400 Euro begrenzt, was eine Einsparung von maximal vier Euro im Monat möglich macht.
Von den Vergünstigungen sollten sich Verbraucher nicht blenden lassen und sich die Vertragsbedingungen derartiger Angebote genau ansehen. Nicht die Jahresgebühr, auch Kosten, die fürs Geldabheben sowie das Bezahlen in Fremdwährung anfallen, sollten nicht vernachlässigt werden. Außerdem gibt es Anbieter, die ihren Kunden statt monatlicher Abrechnung eine Ratenzahlung unterjubeln wollen – mit hohen Sollzinsen inklusive. Verbraucherschützer raten daher, die Vor- und Nachteile einer Cashback-Karte genau abzuwiegen und sich dann zu entscheiden.

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