Wie sicher sind Kreditkarten wirklich?

03/11/2018

Wie sicher sind Kreditkarten?

Kreditkarten zählen zu den sichersten Zahlungsmethoden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Betrugsfällen, weil Kunden zu offen mit ihren Daten umgehen. Worauf Verbraucher achten sollten klären wir jetzt auf.

25.000 Euro verlor ein 78-jähriger Rentner aus Köln, weil Kriminelle seine Kreditkarten-Daten samt PIN ergattert hatten. Die Kriminellen hoben innerhalb weniger Tage 25-mal eintausend Euro ab. Der Senior kämpft nach dem Betrug um seine Existenz. Das berichtet der Kölner Express. Solche tragischen Fälle gibt es immer wieder. Zwar zählt die Kreditkarte zu den sichersten Zahlungsmitteln weltweit, doch immer wieder werden Kunden Opfer von Betrügern. Vor allem dann, wenn sie mit ihren Daten zu freimütig umgehen. Der Rentner hatte seine PIN in seinem Telefonbuch notiert, das den Kriminellen bei einem Einbruch in seine Wohnung in die Hand fiel.
Statistiken belegen, dass über 70 Prozent der Missbrauchsfälle mit Kreditkarten durch einen ordnungsgemäßen, vorsichtigen Umgang mit Daten der Inhaber verhindert werden könnten.
Worauf Kreditkarten-Inhaber achten sollten
Kartennummer und Sicherheitscode sind zwar auf der Plastikkarte vermerkt. Trotzdem sollte man damit nicht allzu freimütig umgehen. Besser ist, diese sichtbaren Zahlen beim Gebrauch so gut wie möglich abzuschirmen, um Kriminellen keine Chance zu bieten, die Daten abzufischen. Außerdem sollte man direkt nach Erhalt der Karte seine Unterschrift auf das dafür vorgesehene Feld auf der Rückseite zu setzen. Sollte die Karte doch einmal Betrügern in die Hand fallen, ist die Unterschrift Ihr individueller Rettungsanker.
Bei Verlust oder Diebstahl muss die Karte unmittelbar gesperrt werden. Die kostenfreie zentrale Sperrnotruf-Nummer lautet: 116 116. Im Ausland, dann jedoch kostenpflichtig, lautet sie: +49 116 116. Bei vermutetem Diebstahl sollte man auch eine Anzeige bei der Polizei aufgeben. Erst ab dem Zeitpunkt der Kartensperrung haftet der Inhaber nicht mehr für möglichen Missbrauch. Bei Anbietern von Online-Banking, wie zum Beispiel beim Anbieter N26, kann man seine Karte mit einem Klick in der Smartphone-App sperren und entsperren. Über diese App kann man auch jede einzelne Kontobewegung in Echtzeit verfolgen und sofort reagieren, falls Unstimmigkeiten auftreten.
Wer zum Beispiel im Geschäft mit der Karte zahlt, sollte auch immer aufmerksam sein und die Kreditkarte nicht unbeaufsichtigt aus der Hand geben. Außerdem sollten die monatlichen Abrechnungen genau geprüft werden. Bei falschen Buchungen sollte sofort die Bank informiert werden und wenn nötig Widerspruch eingelegt werden.
Den Fehler, den der Rentner aus Köln gemacht hat, seine PIN zu notieren, sollte man auch nicht machen. Verliert man die Notiz, oder wird sie auf kriminelle Art entwendet, kann ein riesiger Schaden entstehen, bevor man überhaupt merkt, dass etwas nicht stimmt.
Bei immer mehr Anbietern kannst du in der mobilen App deinen PIN ändern und nach Wunsch anpassen.

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